Amden hat Angst vor einem Felssturz


Amden kommt nicht zur Ruhe:
Nach dem Canyoning-Unglück mit zwei Toten vor rund einer Woche fürchtet sich
die Gemeinde jetzt vor einem Felssturz.

Amden - Teile des Berges oberhalb der Strasse von Weesen nach Amden
drohen zu bersten, wie der «SonntagsBlick» in seiner aktuellen Ausgabe schreibt.
In jüngster Zeit häuften sich die Steinschläge im Gebiet «Betliser Pfeiler».
Gesteinsbrocken lösten sich und stürzten zu Tal. Teile der Felswand hätten inzwischen ihre Stabilität verloren,

heisst es im Beitrag. Deshalb wird der Gemeinderat von Amden heute Montagabend über
Massnahmen zur Steinschlagsituation beraten, wie Gemeindeschreiber Roman Gmür gegenüber
dem «SonntagsBlick» bestätigt. Zutrittsverbot für die Felswand «Wir wollen aus Sicherheitsgründen
ein Zutrittsverbot für die Felswand im Gebiet Betliser Pfeiler», sagt Gmür. Damit wäre die beliebte
Felswand für Bergsteiger und Kletterer gesperrt. Die Gefahr weiterer Felsabbrüche
und Steinschläge sei zu gross. Besonders beunruhigt wegen der Steinschlaggefahr sind
die Anwohner im unter der Felswand am Ufer des Walensees liegenden Gebiet  Betlis:
«Bei Regen kamen in letzter Zeit einige Steine herunter», sagt  «Strahlegg» Wirtin Monika Zahner besorgt.
Teilweise schlugen dicke  Brocken auf der Uferstrasse auf oder landeten
im nahen Wald - wenige Meter von bewohnten Häusern und vom beliebten
Ausfugsrestaurant  «Lago  mio» entfernt. (so)


DIE SÜDOSTSCHWEIZ | MONTAG, 15. OKTOBER 2012