Fusion könnte Amden vor Baustopp «retten»

Simpler Trick, grosse Wirkung: Amden, das über 40 Prozent Zweitwohnungen hat, könnte
diese Quote «einfach» senken. Eine Fusion mit Weesen/Schänis würde den Baustopp aushebeln.

Weesen (an der Seezunge) bemüht sich bislang vergeblich um eine Fusion mit Amden (linkes Seeufer)
und Schänis (nicht im Bild).Bild: Archiv

Amden. – Es wäre ein Manöver durch die Hintertür, aber für Amden nicht abwegig. Würde die
Tourismusgemeinde mit Weesen und Schänis fusionieren, wäre das Zweitwohnungs-Problem vom Tisch.
Ein Baustopp könnte so elegant umgangen werden.

Weesen will, Amden ziert sich
Die Rechnung ist einfach: Weil Schänis praktisch zweitwohnungsfrei ist, aber mehr Einwohner hat als
Amden und Weesen zusammen, hätte die neue Grossgemeinde (Amden, Weesen, Schänis) einen
Zweitwohnungs-Anteil von unter 20 Prozent – so wie es die Stimmbürger am 11. März an der Urne
verlangt haben. «Das wäre ein toller Aspekt», sagt der Ammler Gemeindepräsident Urs Roth, «aber kein
Grund, nur deshalb eine Fusion zu forcieren.»
Auch wenn das Ja die Gemeinde möglicherweise blockiere und ein wirtschaftlicher Stillstand böse Folgen
haben könnte, beurteilt er eine Fusion zurückhaltend – im Gegensatz zu Weesen. (rol)


QUELLE: SUEDOSTSCHWEIZ.CH
DATUM: 20.03.2012, 22:00 UHR
WEBCODE: 30504